Kleingruppen

Selbsterfahrungsgruppen

Personen, die in nahen beruflichen oder privaten Beziehungen stehen, wird empfohlen, nicht gemeinsam eine Selbsterfahrungsgruppe zu belegen. In der gewählten Selbsterfahrungsgruppe wird während der gesamten Seminarzeit gemeinsam prozessorientiert gearbeitet. Kontinuierliche Anwesenheit wird daher vorausgesetzt. Alle mit einem * gekennzeichneten Kleingruppen werden als Selbsterfahrung (34 Stunden) im Rahmen des Psychotherapeutischen Propädeutikums an der Universität Graz angerechnet. Sämtliche Personenbezeichnungen in den Texten der Gruppenleiter:innen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Vertrauen wächst im Grünen*

Stärkung der Resilienz und Selbstwirksamkeit durch Naturerleben

Die Natur, der Wald, der Park ist Ressource, Ort der Stille, der Meditation, der Erholung, der Frische, der Entdeckung, der Entspannung und vieles mehr. Mit diesem Workshop verbindet sich die Einladung, die Freude an der Frische, am Lebendigen mit der Liebe zur Natur als selbstwirksame Ressourcen (wieder) zu entdecken. Für sich selbst, wie auch für den Einsatz in der (psychotherapeutischen) Praxis. So können das Ver_trauen in die Fähigkeit, aktiv zur eigenen Erholung und Entspannung beizutragen gestärkt, Neuorientierung gesucht und/oder Aufgaben, die bevorstehen, kreativ in dieser Selbsterfahrungsgruppe entwickelt werden. Im Sinne der Integrativen Therapie stärkt das Naturerleben den Weg der Salutogenese und folgt dem Ziel self-caring, caring for nature and caring for people

BITTE MITBRINGEN:

    • Bequeme Kleidung, Zwiebellook, Decke

    • Jaxon Kreiden

    • 1 Bogen Packpapier

    • Gute Schuhe

    • Sonnen- bzw. Regenschutz

    • Wasserflasche

    • Wenn vorhanden: ein Yoga- oder Meditationskissen

Astrid Polz-Watzenig
Astrid Polz-Watzenig

Mag.a, MSc., Psychotherapeutin, ÖGIT-Lehrtherapeutin, Coach und Supervisorin in freier Praxis (Integrative Therapie) in Graz und Klagenfurt, Theologin, Ehe-, Familien- und Lebensberaterin, Autorin, zertifizierte Waldtherapeutin.

www.astridpolzwatzenig.at

Analytisches Psychodrama*


Die Verbindung von Psychoanalyse bzw. Gruppenpsychoanalyse mit Psychodrama eröffnet einen besonderen Zugang zu latenten Bereichen der Persönlichkeit und ermöglicht vor allem Antworten auf Fragen zum eigenen Selbstbezug und zur Beziehung zum Anderen (Wie stehe ich zu mir, was bedeutet der Andere für mich und was will ich für ihn bedeuten?). Die szenisch-expressive Darstellung der von der Gruppe gemeinsam erarbeiteten Phantasien, in denen jedes Gruppenmitglied die von ihm frei gewählte Rolle spielt und in die auch die Gruppenleitung stets miteinbezogen ist, lässt prägnant und anschaulich aktuelles Erleben auch in seinen unbewussten Dimensionen als Übertragungsphänomen hervortreten und führt es auf seine Entstehungsgeschichte zurück. So wird auch Raum für die Artikulation verloren geglaubter Gefühle und für Ansätze zur Überwindung ständig wiederkehrender Konflikte geschaffen.

August Ruhs
August Ruhs

Univ.-Prof., Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychoanalytiker (IPV), Gruppenpsychoanalytiker, Psychodramalehrtherapeut. Bis 2011 stellv. Leiter der Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinuniversität Wien. Ehem. Vorsitzender des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse. Mitbegründer und Vorsitzender der "Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule", Mitherausgeber der Zeitschrift "texte. psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik". 

https://de.wikipedia.org/wiki/August_Ruhs

Verhaltenstherapie: Vertrauen kann erlernt werden*

Wie wir das Vertrauen in unseren Körper, unsere Wahrnehmung und in unser Umfeld stärken können

In der heutigen Zeit fühlen sich viele Menschen machtlos. Unsicherheiten nehmen zu, die Medienbeschallung scheint allgegenwärtig und die Umgebung wirkt oftmals bedrohlich. Entfremdung – auch von sich selbst – findet statt. Im professionellen Kontext wird versucht, die Eigenverantwortung zu aktivieren und mittels Veränderungs- und Akzeptanzstrategien zu einer erfüllenden Lebensgestaltung zurückzufinden. In den Einheiten erproben wir Techniken zur Körperwahrnehmung, kognitiver Defusion (Distanz zu belastenden Gedanken), Methoden zur Anspannungsreduktion, sowie Methoden zur Stärkung der sozialen Kompetenz (Verbesserung der sozialen Beziehungsgestaltung).

Es wird neben dem klassischen Gruppensetting – im Kreis sitzend – Übungen im Zweier-Setting, sowie Elemente mit Bewegung und Lockerung geben.

Christine Rohm
Christine Rohm

Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin, Berufliche Tätigkeiten in unterschiedlichen Feldern der Psychotherapielandschaft (MUW, Universität Wien, Hilfswerk, BBRZ.Med). Seit 2012 in freier Praxis tätig. Lehrtherapeutin an der UWK und SFU Wien.

Achtsamkeit und Selbst-Liebe in der Psychotherapie*

Wie sehr brauchen wir Vertrauen, um zu lieben? Und hat das Eine wirklich etwas mit dem Anderen zu tun?

Schon wenn wir in der Früh aufwachen, beschäftigt uns die Frage: „Wer liebt mich, wen liebe ich?“

Wenn wir versuchen Liebe oder Selbstliebe zu definieren, fällt es uns sehr schwer - ist es uns vielleicht sogar unmöglich - zu sagen, was Liebe ist für mich.

Es gibt viele Versuche Liebe zu definieren, in der Philosophie, in der Psychologie, in der Religion, auch in der Wirtschaft - in der Werbung wird das Wort inflationär benutzt.

Was ist Liebe/Selbstliebe?

Wie können wir sie auf verschiedenen Ebenen (Körper, Emotion, Gedanke, Spiritualität) erleben und benennen?

Können wir etwas TUN, um die Liebe mehr in unserem Leben und in unserer therapeutischen Arbeit zu haben?

Achtsamkeit ist eine wunderbare Technik, um uns in der Gegenwart zu verankern. Es ist eine Technik, um wahr–zu-nehmen ohne zu bewerten. Nicht zu bewerten, scheint unmöglich. Sich diesem Bewusstseinsraum jedoch zu nähern, ist im beruflichen wie auch im privaten Bereich höchst hilfreich. Achtsamkeit ist eine Basis für die Liebe.

Achtsamkeit und Selbstliebe sind wohl die essenziellen Grundlagen für Patient*innen, Klient*innen sowie für Menschen, die im sozialen Kontext arbeiten.

Wir wollen Achtsamkeit und Selbstliebe in diesen 5 Tagen miteinander erforschen, untersuchen, wahr-nehmen: Mit Fragen, Experimenten, Übungen, Meditationen, im Austausch mit sich, in Kleingruppen und im Plenum.

Ewald Pollheimer
Ewald Pollheimer

Psychotherapeut (KBT) in eigener Praxis, Leiter des Projekts „Selbstmitgefühl mit Achtsamkeit“ der pro mente Reha Neusiedlersee für psychosoziale Gesundheit, Certified MSC-Lehrer, langjährige Meditationserfahrung in Zen Praxis.

https://www.pollheimer.org/

Paul Kaufmann
Paul Kaufmann

Dr.med., Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, ärztlicher Direktor pro mente REHA, ärztlicher und therapeutischer Leiter der pro mente Reha Neusiedlersee für Psychosoziale Gesundheit, Certified MSC-Lehrer.

https://consalvo.at/

Eros und Psyche*

Let’s get physical - let me hear your body talk … (Olivia Newton-John)

Als Symbol für Lebenskraft und Lebendigkeit steht Eros - die Quelle von Begehren, Sinnlichkeit, Liebe und Leidenschaft. Sein Wesen liegt in der Spannung gegenseitiger Anziehung. Wenn wir Eros verkörpern, fühlen wir uns vital und verbunden, erfüllt von schöpferischer Lebensenergie.

Die eigene Geschlechtsidentität, die sexuelle Orientierung sowie der persönliche Umgang mit Eros entwickeln sich aus der Dynamik zwischen individuellem Erleben und gesellschaftlich-kulturellen Vorgaben. Aus Lebenserfahrungen in unterschiedlichen Kontexten (Elternhaus, Peergroups, Liebesbeziehungen …) entstehen weitgehend unbewusste Überzeugungen über das eigene erotische Potenzial. Sie modulieren unser Selbsterleben, wirken über unseren Körperausdruck und beeinflussen die Entfaltung von Liebesfähigkeit und Sexualität über die gesamte Lebensspanne.

Wo verorte ich mich inmitten unterschiedlicher Geschlechtsidentitäten? Wie erlebe ich mich als sinnliches Wesen? Wer weckt mein Begehren? Was belebt oder hemmt meinen erotischen Flow? Wohin zieht mich mein Sehnen, was erträume ich mir und wie könnte mein nächster Schritt hin zu mehr Authentizität und Fülle aussehen?

Wir freuen uns auf die gemeinsame Entdeckungsreise…

Methodenvielfalt: Psychoanalytische Selbstpsychologie, Bioenergetische Körperarbeit, Analytische Körperpsychotherapie, Dynamische Gruppenpsychotherapie, Psychodynamische Aufstellungsarbeit – alles mit Begeisterung, Lust und Liebe.

Gerlinde Laaha-Suchar
Gerlinde Laaha-Suchar

Psychoanalytikerin, Lehranalytikerin im Wiener Kreis für Psychoanalyse und Selbstpsychologie, Psychotherapeutin und Supervisorin in eigener Praxis in Graz. Ausbildungen in Analytischer Körperpsychotherapie sowie Dialogisch-Systemischer Aufstellungsarbeit. Lehrbeauftragte für PSY-Diplome der ÖÄK, Gastlehrtherapeutin für die KBT.

gerlinde.laaha@gmx.at

Karl Stoxreiter
Karl Stoxreiter

Dr. phil., Klinischer- und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut und Supervisor (ÖVS, ÖAGG), arbeitet in freier Praxis in Linz. Ausbildungen in Dynamischer Gruppenpsychotherapie, Bioenergetischer Analyse nach A. Lowen, Analytischer Körperpsychotherapie und Traumatherapie.

www.stoxreiter.at | praxis@stoxreiter.at

Vertrauen - Systemische, pferdegestütze Selbsterfahrungsgruppe*

Wenn Verlässlichkeit im Außen brüchig wird, braucht es Erfahrungsräume, die tragen. Diese systemische, pferdegestützte Selbsterfahrungsgruppe stellt die Begegnung mit den Pferden ins Zentrum – und verbindet sie von Anfang an mit der Arbeit an der eigenen Stimme: atmen, tönen, sprechen, Präsenz finden.

Pferde reagieren unmittelbar auf innere Haltung, Spannung, Klarheit und Echtheit. In der Begegnung mit ihnen wird spürbar, wie wir in Kontakt gehen, Grenzen setzen, Orientierung finden und Vertrauen entwickeln. Die Stimme begleitet diesen Prozess als kraftvoller Zugang zu Ausdruck, Selbstkontakt und Resonanz.

In Anlehnung an Donna Haraways Gedanken des „Sich-wieder-verwandt-Machens“ lädt die Gruppe dazu ein, sich wieder verbunden zu erleben – mit anderen Spezies, mit der Natur und mit sich selbst.

So kann Vertrauen neu wachsen: getragen, verkörpert und lebendig.

Ingrid Egger
Ingrid Egger

MSc, Lehr- und Psychotherapeutin für Systemische Familientherapie der ÖAS, Supervisorin, Traumatherapeutin, Fachtherapeutin für Pferdegestützte Psychotherapie (IPTH)

Alexandra Rieger
Alexandra Rieger

Mag. art. Studium für Sologesang (Univ. MDK – Wien), Stimm- Sprech- und Gesangscoach, jahrelange Tätigkeit als Kulturmanagerin, Co-Trainerin bei diversen pferdegestützten Seminaren im psychosozialen Bereich; Pferdebesitzerin und Pferdetrainerin

Co – Therapeut:innen auf vier Beinen
Co – Therapeut:innen auf vier Beinen

El-Niño (27 Jahre, Knapstrupperwallach), Amafee (22 Jahre, PRE), J.D. (13 Jahre, Paintstute), Strokkur (10 Jahre, Isländer)

Psychoanalytische Gruppe*

Die psychoanalytische Selbsterfahrungsgruppe schafft einen Rahmen, in dem sich Einzelne im Kontakt mit anderen Menschen intensiver erfahren und Einblicke in ihre oft unbewussten Reaktions- und Verhaltensmuster gewinnen. Sie bietet sich besonders an zur Entwicklung von sozialen Fähigkeiten wie Kontakt- und Beziehungsaufnahme, Abgrenzung, Durchsetzung eigener Bedürfnisse und Einfühlung in die Bedürfnisse anderer. Darüber hinaus vermittelt sie weitgehende Einblicke in die dynamischen Gesetzmäßigkeiten von Gruppen.

Jutta Menschik-Bendele
Jutta Menschik-Bendele

Studien der Politischen Wissenschaften und der Psychologie an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin. Doktorat und Habilitation in „Psychologie“ an der FU Berlin. Dort Ass.-Professorin bis zur Berufung 1984 an die Universität Klagenfurt (Lehrstuhl für „Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse“). Von 2006 bis 2010 Vizerektorin für Forschung.  Von 1990 bis 2012 (Emeritierung) Mitglied im Psychotherapiebeirat beim Ministerium für Gesundheit und Vorsitzende für den Fachausschuss „Propädeutikum“.

(Lehr-)Therapeutin und (Lehr-)Supervisorin für Psychoanalyse, Gruppenpsychoanalyse, und Systemische Familientherapie in privater Praxis und bei psychotherapeutischen Lehrinstituten im In- und Ausland.

Gruppendynamische Selbsterfahrungsgruppe*

All you need is trust?!

Diese Selbsterfahrung ist offen für alle. Ziel ist es zu erleben, wie sich die Dynamik in einer Gruppe entwickelt, wie ich als Person darin bewegt werde und mich bewege sowie gemeinsam zu erforschen, welche Rolle Vertrauen dabei spielt.

Das Thema „ver_trauen“ – als lebendiger Prozess zwischen Selbstvertrauen, Vertrauen in andere und Vertrauen in Gruppen – spielt in der gruppendynamischen Selbsterfahrung seit jeher eine wichtige Rolle. Bewegung hin zu Vertrauen als auch die Erfahrung von Unsicherheit, Zerrissenheit und Grenzsetzung werden im Prozess experimentell untersucht.

Das aktuelle Miteinander, samt aller Emotionen werden genutzt, um eigene Beziehungs- und Handlungsmuster vertiefend zu verstehen. Voraussetzung hier ist die Bereitschaft, sich auf persönliche und gruppendynamische Prozesse einzulassen.

Karin Zajec
Karin Zajec

Klinische Psychologin, Psychoanalytisch-Psychodynamische Lehrtherapeutin/Dynamische Gruppenpsychotherapie (ÖAGG). Leitungsfunktion in der Abt. für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Hinterbrühl, Leitung der Weiterbildung für Einzel- und Gruppenpsychotherapie für Kinder und Jugendliche (ÖAGG), Leitung des Karl Landsteiner Instituts für psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Kindheitsforschung. Tätig auch in freier Praxis.

www.patio-therapie.at

Benedikt-Lars Kaiser
Benedikt-Lars Kaiser

Sozialarbeiter, Psychoanalytisch-Psychodynamischer Lehrtherapeut / Dynamische Gruppenpsychotherapie (ÖAGG), Gruppendynamik-Trainer. Tätig in der Sozialpsychiatrie, als Lehrbeauftragter und in freier Praxis als Psychotherapeut, Berater, Supervisor und Trainer.

https://benediktkaiser.at

Wo Selbstanbindung Vertrauen entfaltet*

Vertrauen ist kein fester Zustand, sondern ein lebendiger Prozess – zwischen mir und der Welt, zwischen Körper und Gedanken, zwischen Erfahrung und Hoffnung. In dieser systemischen Selbsterfahrungsgruppe widmen wir uns dem Thema Ver-trauen als innerer Bewegung: Wie entsteht Vertrauen? Wodurch wird es erschüttert? Und wie kann es neu wachsen?

Im Zentrum steht die Selbstanbindung – die Verbindung zu den eigenen Ressourcen, inneren Anteilen und dem Körper – als Grundlage für tragfähiges Vertrauen. Mit narrativen Impulsen erkunden wir persönliche Vertrauensgeschichten und entwickeln stärkende, alternative Erzählungen. Hypnosystemische Elemente und imaginative Zugänge ermöglichen einen achtsamen Dialog mit inneren Anteilen, während körperorientierte Übungen helfen, Sicherheit, Selbstkontakt und Vertrauen auch verkörpert zu erfahren.

Die Gruppe eröffnet einen achtsamen Erfahrungsraum, in dem persönliche Entwicklung, neue Perspektiven und tragfähige Erfahrungen von Sicherheit, Selbstanbindung und Vertrauen entstehen können.

Klemens Meister
Klemens Meister

Mag. Dr., Psychotherapeut (Systemische Familientherapie), Lehrtherapeut (ÖAS), Klinischer- und Gesundheitspsychologe. Freie Praxis sowie langjährige Tätigkeit an der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie (LKH Graz II, Standort Süd). Lehrtätigkeit an der Universität Graz.

Sandra Möstl
Sandra Möstl

Mag.a Dr.in Psychotherapeutin (systemische Familientherapie), Lehrtherapeutin (ÖAS), Sozial- und Heilpädagogin. Freie Praxis sowie langjährige Tätigkeit an der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (LKH Graz II, Standort Süd), Lehrtätigkeit an der Karl-Franzens Universität Graz.

Personzentrierte Selbsterfahrungsgruppe. Trauen: Stehen, Kennen, Lieben, Zweifeln*


Wir trauen und misstrauen einander – aber was bedeutet es, jemandem zu vertrauen? Verhält sich trauen zu vertrauen wie stehen zu verstehen, kennen zu verkennen, lieben zu verlieben oder zweifeln zu verzweifeln? Die Zeitdiagnose einer Welt, die fern des Gewohnten in Extreme pendelt, legt nahe, dass Trauen, Stehen, Kennen, Lieben und Zweifeln in ihre Randformen ragen – sich hierbei verformen und neu formen. In der Selbsterfahrungsgruppe wollen wir einen Raum bieten, der eine erfahrungsbasierte Auseinandersetzung mit bekannten Formen, Randformen und neuen Formen der Positionierung des Selbst in Beziehung zum Anderen ermöglicht. Aus personzentrierter und psychoanalytischer Sicht werden wir einen Prozess begleiten, in dem Formen des Trauens und Vertrauens ausgelotet werden können. Die Gruppe wird uns dabei Rückhalt und Reibungsfläche bieten.

Lukas Wagner
Lukas Wagner

Psychotherapeut, Medienpädagoge und Supervisor. Lehrtherapeut für Personzentrierte  Psychotherapie. Psychotherapeutisch tätig in freier Praxis in Graz. Geschäftsführer von pixelpause – Zentrum für Medienkompetenz. Langjährige Lehrtätigkeit im Gesundheits- und Sozialbereich.

Emanuel Jauk-Frank
Emanuel Jauk-Frank

Klinischer Psychologe, Psychoanalytiker (APLG). Forschungs-, Lehr- und Behandlungstätigkeit an Universitäten in Österreich und Deutschland, über viele Jahre Mitarbeiter der Bad Gleichenberger Psychotherapieseminare. Seit 2025 Professor für Klinische Psychologie und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie an der Medical School Berlin.

Kulissen und Illusionen des Alltags entstauben*

Warum Vertrauen mehr ist als nur das Ende einer Lüge

Wie viel Energie kostet es, die Kulissen des Alltags aufrechtzuerhalten? In Ibsens Theaterstück „Wildente“ flüchten sich Menschen auf einen Dachboden voller Illusionen – doch was passiert, wenn wir die Tür öffnen und uns der Liebessehnsucht stellen?

Mit Psychodrama-Theater als Methode lassen wir staubige Werktreue hinter uns und werden selbst zu Akteuren. Wir experimentieren spielerisch mit der Freiheit, die entsteht, wenn bloßes Reden über Probleme zum szenischen Spiel wird.

Ibsens Figuren schaffen den Rahmen, um im Raum der Gruppe szenisches Arbeiten zu gestalten. Der „Dachboden“ des Theaterstücks wird zur Bühne, auf der wir die Schatzkarte entdecken, die den Weg von Spott und Verrat zur echten Begegnung weist.

An wen richtet sich die Woche? Offen für alle, die Lust auf Tiefgang und die heilende Kraft des Spiels haben. Vorkenntnisse sind nicht nötig; Ihr Mut, sich einzulassen, ist Ihr Ticket. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, ob Ibsen Recht behält – oder ob Vertrauen in die Wahrheit uns erst wirklich frei macht.

Maria-Theresia Schönherr
Maria-Theresia Schönherr

MSc., Psychodramatikerin aus Leidenschaft. Nach Stationen im In- und Ausland sowie Publikationen gründete ich das Psychodrama-Theater. Mein Fokus: „Eingeklemmtes Leben befreien“ und die Methode über das Therapeutische hinaus in eine innovative, künstlerische Entwicklung führen.

Der Körper spricht, bevor du sprichst. Existenzielles Grounding*

Ausgangspunkt existenzanalytischer Arbeit ist die responsive, körperleibliche Person in ihrer Situation. Existenzielles Grounding als achtsame phänomenologische Form der Körperpsychotherapie öffnet den Zugang zum „eingefleischten“ Selbst. Das leibliche Erleben bildet den Nullpunkt unseres In-der-Welt-Seins.

Im Erleben von „Ich bin“ und im Sich-in-Empfang-Nehmen wächst Vertrauen – in den Boden, auf dem wir stehen, und in uns selbst. Daraus kann sich der nächste Schritt zeigen.

Der Übergang vom Alltagsbewusstsein zum gefühlten Seinserleben wird praktisch erprobt. Im Sich-An-Vertrauen an die Welt entstehen Präsenz, Vitalität und Lebensfreude. Die Komplexität des Lebens darf zur Einfachheit finden – als Eintauchen in das Mysterium des Selbstverständlichen.

In der Tiefe leiblicher Prozesse werden basale Ressourcen erfahrbar: Sein ist immer schon ein Können. Hinweise zur existenzanalytischen Struktur- und Prozesstheorie sowie leibphänomenologische Perspektiven rahmen die Körperarbeits- und Selbsterfahrungssequenzen.

Markus Angermayr
Markus Angermayr

Psychotherapeut (Existenzanalyse), Philosoph; Lehrausbildner der GLE, Focusing-Ausbildner. Entwickler des Existenziellen Groundings. Weiterbildungen: Körperorientierte Traumatherapie, Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie, Persönlichkeitsstörungen, Focusing, Breema-Bodywork-Instructor. Leitung von selbsterfahrungsorientierten Trekkingreisen weltweit.

Eva Eckhard
Eva Eckhard

Psychotherapeutin (Existenzanalyse und Logotherapie), Philosophin; Breema-Bodywork Practitioner, Weiterbildungen: „Existenzielles Grounding“, Traumatherapie, Focusing, Somatic Experiencing.

www.graz-therapie.com

Muss ich das Schwere er-tragen, kann ich dem Leichten ver-trauen*

Narrative und szenische Prozessarbeit in psychosozialen Praxisfeldern

Der Buchtitel von Richard David Precht »Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?« hat Schlagzeilen gemacht und birgt durchaus Witz. Vor dem Hintergrund des Ego-State-Modells betreten wir die innere Bühne und widmen uns diversen Akteuren des Selbstkonzepts, seien es Impulse, innere Bilder oder stimmhafte Aussagen. Wir fassen diese Selbstanteile als Informanten auf und können jene Altlasten abstreifen, durch die wir oft selbst Grund unserer Hindernisse sind. Wir erkunden und erproben das Brauchbare am Erzählen, Schreiben und Spielen für Introspektion, Empathie und intersubjektive Reflexion. Die Anwendung in psychosozialen Praxisfeldern soll mit Humor und Perspektivenvielfalt den Zugang zu Problemen der Verständigung zwischen uns selbst und anderen erleichtern, dies bestenfalls der Schwere entheben. Mag es gelingen, dass wir uns von Konflikten lösen, die nicht lösbar sind, auch wenn wir das Drama lieben.

Michael Worsch
Michael Worsch

Dr. phil., Psychologe, Psychotherapeut KT, Dozent für Kunsttherapie an der SFU, Regisseur und Autor; widmet sich der Urheberschaft und Gestaltungskraft des schöpferischen Selbst in der narrativen und szenischen Prozessarbeit.

www.worsch.at

Hypnosepsychotherapeutische Selbsterfahrung*

Mit Hypnose und Achtsamkeit vertraute und verborgene innere Anteile erforschen

Veränderte Bewusstseinszustände sind in vielen Kulturen Bestandteil von Heilungsritualen. Auch die moderne Hypnosepsychotherapie nutzt das in unterschiedlichen Bewusstseinszuständen liegende Potential auf kreative und vielfältige Weise. Im Seminar nutzen wir hypnotische Trance als heilsamen Weg zur Selbsterforschung, auf dem wir auf unbewusste Prozesse vertrauend in die Vergangenheit und Zukunft reisen und Helfergestalten und alten Weisen begegnen, aber auch unseren „inneren Kindern“, verletzlichen und ressourcevollen Persönlichkeitsanteilen. Wir werden den inneren Kindern Geschichten erzählen und uns auf spielerische Weise den Landschaften unserer Innenwelt zuwenden. Das Erforschen der Innenwelt in der Gruppe ermöglicht, bei sich selbst und anderen Vertrautes, aber auch Neues zu entdecken.

Mit Hilfe der Achtsamkeit verankern wir uns in der Gegenwart, indem wir unsere Innenwelt und die Außenwelt im Hier und Jetzt wahrnehmen. Trancen und der unmittelbare Kontakt mit uns selbst, mit anderen Menschen und der Natur können Freude und Dankbarkeit aufkommen lassen.

Michael E. Harrer
Michael E. Harrer

FA für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeut (Psychoanalytisch-Psychodynamische Therapie / Hypnosepsychotherapie) und Supervisor in freier Praxis in Salzburg; Lehrtherapeut für Hypnosepsychotherapie (ÖGATAP); Autor von Büchern zum Thema Achtsamkeit u.a. zu Hypnose und Achtsamkeit.

www.achtsamleben.at

Dieter Dengel
Dieter Dengel

Psychotherapeut (Psychoanalytisch-Psychodynamische Therapie / Hypnosepsychotherapie), Sozialarbeiter, Sozialpädagoge. Selbstständige Tätigkeit in freier Praxis in Graz mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

www.dieter-dengel.at

Im Kino des Lebens - Filmkunst als Therapie*

Filme sind Gesamtkunstwerke, die uns an Leib und Seele berühren. Sie können Türen zum Unbewussten öffnen und dabei helfen, traumatische Erlebnisse zu verstehen – oder plötzlich, in einem magischen Augenblick, an eine verlorene Sehnsucht erinnern und dazu ermutigen, das eigene Leben zu ändern.

Zugleich wirken Filme wie existenziell verdichtete Fallgeschichten, die das Publikum inspirieren, sich als Gruppe gemeinsam über ihre inneren Film-Erlebnisse auszutauschen. Dabei knüpft sich leibhaftig – nicht virtuell – ein erstaunliches soziales Netz aus den Gefühlen, Gedanken und Stimmungen im Raum. Eine wohltuende Atmosphäre des Mitgefühls breitet sich aus. 

Es zeigt sich, dass jede subjektive Wahrnehmung ihre ganz eigene Bedeutung hat, die nur im Zusammenhang der persönlichen Lebensgeschichte angemessen verstehbar ist. Zugleich erkennen wir an den existenziellen Konflikten der Menschen auf der Leinwand auch unsere eigenen wieder. Indem wir täglich ein berührendes Filmkunstwerk miteinander teilen und unsere Wahrnehmungen anschließend gemeinsam deuten, wird die eigene Lebenskunst spürbar. Und wir fühlen uns womöglich wie im richtigen Film ...    

Otto Teischel
Otto Teischel

Dr., Philosoph, Psychotherapeut und Autor. Viele Jahre leitete er eine filmtherapeutische Gruppe in einer psychosomatischen Klinik. Seit 2010 als Psychotherapeut in eigener Praxis in Klagenfurt am Wörthersee. Am Beispiel der Filmdeutung entwickelt er eine „existenzielle Psychoanalyse“, die das subjektive Bewusstsein des einzelnen Menschen aus dessen traumatischer Lebensgeschichte versteht.

Monatliche Live-Gespräche im Kino. Vorträge, Seminare und Workshops an verschiedenen Hochschulen, Bildungseinrichtungen und Kliniken. 

www.filmtherapie.org 

Analytische Traumgruppe*

Träume hatten in jeder Gesellschaft und zu jeder Zeit ihren kulturspezifischen Stellenwert. Freud verwendete sie als Königsweg zur Erforschung des Unbewussten, sie zeigen Wünsche auf und erfüllen diese „probeweise“, sind Warnung, Überlegung, Geständnis, Überdenken der eigenen Situation inprä-verbaler, bildlicher Sprache.

Wie andere Beiträge der Teilnehmer*innen auch, dienen Berichte über Träume in dieser analytischen Gruppe dazu, das vergangene Dort und Damals mit dem gegenwärtigen Hier und Jetzt zu verbinden. Sie bringen uns bewusster in Kontakt mit unseren eigenen Empfindungen und Gefühlen und regen die Bezogenheit und Kommunikation der Teilnehmer*innen untereinander an. Wir „borgen uns Träume untereinander aus“ und entdecken dabei in Resonanz und Spiegelung, wie die individuellen Träume die ganze Gruppe betreffen, ja vielleicht sogar aus dieser stammen.

Als Weg im wechselseitigen Kontakt (und im Kontakt mit uns selbst) üben wir zugewandte Offenheit, gleichschwebende Aufmerksamkeit und freie Assoziation. Als Ziel jenseits von Stereotypen entdecken wir in dieser analytischen Selbsterfahrungsgruppe Freiräume in unserem Leben, wie sie uns und unserer Mitwelt angemessen sind.

Peter Christian Endler
Peter Christian Endler

Dr. Dr., Gruppenanalytiker (IAG), Psychoanalytischer Psychotherapeut und Gruppenpsychoanalytiker, Lehrtherapeut (ÖAGG), analytische Erfahrung mit Angehörigengruppen, Älteren, mit Achtsamkeits-und Traumgruppen sowie in der studentischen Weiterbildung; Hochschullehrer und Autor.

www.pcendler.at

Workshops

Traumatherapie: Miss_trauen/Sich_trauen/ver_trauen

Diagnostik und Therapie von Traumafolgestörungen als gemeinsame Herausforderung

Chronisch traumatisierte Menschen wissen eines oft ganz genau: Andere Menschen können gefährlich sein. Ihnen zu vertrauen ist aus dieser Erfahrung heraus entweder gefährlich oder schlicht dumm. Was tun, wenn man aber gleichzeitig nicht völlig ohne andere Menschen sein kann, wenn man die Therapeut*in braucht? Wie kann unter diesen Bedingungen therapeutische Begegnung gelingen?

Wir Therapeut*innen begegnen traumatisierten Menschen, die eine Fülle von Symptomen zeigen: Nicht spüren, zu viel spüren, nicht wissen, doch wissen, Stimmen hören, mehrere Ichs sein, körperliche Symptome haben, die niemand versteht - auch die Patient*innen selbst nicht. Diese potenziell dissoziativen Symptome verunsichern Patient*innen, aber auch Therapeut*innen. Sich trauen, mutig sein, braucht es also nicht nur auf der Seite der Patient*innen, sondern nicht selten auch auf der der Therapeut*innen. Dort hinzugehen, wo der Schmerz, die Scham, die Trauer, das Unsagbare noch immer sind, auch wenn die Ereignisse lang vorbei sind, ist eine Herausforderung für Patient*innen und Therapeut*innen.

Wir möchten in diesem Workshop mit den Teilnehmer*innen das facettenreiche Feld der Psychotraumatologie untersuchen – theoretisch, diagnostisch und therapeutisch, also ganz konkret (Fallbeispiele der Teilnehmenden sind erwünscht). Grundlage für unsere Herangehensweise ist die enaktive Traumatherapie nach Dr. Ellert Nijenhuis.

Dagmar Brunner
Dagmar Brunner

Langjährige Tätigkeit als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin im stationären Bereich, Krankenhaus der Elisabethinen, Graz. Aufbau Schwerpunkt Psychotraumatologie im interdisziplinären Team, Aufbau Tagesklinik für Traumafolgestörungen. Zusatzausbildung Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung. Associate der eAcademy Ellert Nijenhuis.

Sina Hulten
Sina Hulten

arbeitet als Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche und für Erwachsene (VT) in eigener Praxis in Dortmund (D). Nach Weiterbildungen in DBT, Hypno-, Schema- und Klärungsorientierter Therapie, lehrt sie seit einigen Jahren als Associate von Ellert Nijenhuis zur Enaktiven Traumatherapie und der Behandlung dissoziativer Störungen. 

Ingrid Autenrieth-Novak
Ingrid Autenrieth-Novak

arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Psychotherapeutin für Erwachsene (VT), seit 25 Jahren in eigener Praxis in der Nähe von Koblenz. Nach Weiterbildungen in systemischer Therapie, Hypnotherapie, EMDR und anderen traumatherapeutischen Ansätzen, ist sie eine der Associates der eAcademy von Ellert und Kirande Nijenhuis und lehrt Inhalte der Enaktiven Traumatherapie und der Behandlung dissoziativer Störungen.

Zen Projekt

"Er schliff so lange an sich, dass er stumpf geworden war, bevor er hätte scharf werden können." G. C. Lichtenberg.

Wer sich selbst hinterherläuft, kommt sich nicht dadurch näher, indem er sein Tempo erhöht. Das Gegenteil ist der Fall, er ermüdet. Eine Klärung unseres Verständnisses würde vielmehr aufzeigen, dass unsere Besinnung auf die Zeitlosigkeit des Bewussten die Antwort ist. Zeit ist eine Dimension des Verstandes, das zeitlose Jetzt die des Lebens.

Seit zweitausendfünfhundert Jahren zeigt die Geisteswissenschaft auf, dass die Verhexung des Geistes durch die Mittel der Sprache (L. Wittgenstein) den Menschen von sich selbst entfernt. Ein Zustand, der seitdem von Generation zu Generation weitergereicht wird. Wir bringen unseren Kindern nicht die sprachliche Kommunikation bei, sondern eine geistig-mentale Laubsägearbeit, mittels der sie die Welt und sich selbst verdinglichen. Wer das Ganze nicht mehr wahrnehmend erkennt, kreiert Unheil-Sein.?

Diese Verrücktheit ist leicht beschrieben: Vor dem Sprachlichen, also in der wirklichen Wirklichkeit, zerfällt das bewusste Sein nicht in separate Entitäten. Richten wir aber unser Augenmerk, sprechen wir von Aufmerksamkeit, ungeklärt auf die Inhalte des Sprachlichen, so nehmen wir die Gesamtheit des Bewussten mit. Dieser Perspektivwechsel entfremdet uns von der natürlichen Intelligenz, die die artifizielle Intelligenz hervorbringt.?

Die Lösung, die ich im Zen-Projekt aufzeige und anleite, ist unser Selbsterkennen und das diesseits wie jenseits sprachlicher Reflexion. Es heißt in einem alten Volkslied, unsere Gedanken seien frei. Wie aber können unsere Gedanken wirklich frei sein, wenn Menschen kaum mehr frei sind von Gedanken? Es gilt zu erkennen und zu erfahren, dass unsere, mit der Gesellschaft ausgehandelten, sprachlichen Vereinbarungen letztlich leer sind.?

Denkt an ein Sitzkissen und eine Wolldecke bzw. Yogamatte. Da wir im Zen-Projekt immer auch natürliche Bewegung (u.a. mit dem Bambusschwert) praktizieren, bringt bitte Kleidung mit, in der ihr euch ein wenig bewegen könnt.?

Gerhard Walter
Gerhard Walter

Initiierter Zen-Lehrer, 8. Dan Aikido, abgeschlossenes Design-Studium an der HdK Hamburg, hat über viele Jahre immer wieder in japanischen Zen-Klöstern gelebt und als Meisterschüler von alten Aikidomeistern gelernt, leitet seit über 30 Jahren einen eigenen Aikido-Zen Dojo in Berlin, langjährige internationale Lehrtätigkeiten, u.a. an der Schaubühne Berlin, HdK Berlin, über mehrere Jahre Lehrauftrag an der Universität Oldenburg. 

www.aikido-zen-berlin.de

Qigong und Taiji - Gesundheit und Lebensfreude

Qigong basiert auf der Traditionellen Chinesischen Medizin, Philosophie und einer langen Kultur von Gesundheitspflege. 

Wir lernen und vertiefen die 18 Bewegungen aus dem Taiji-Qigong.

Die einfachen und kurzen Übungen haben ihren Ursprung in der Verbindung von Taijiquan und Qigong. Taiji-Qigong ist eine Übungsmethode, die von außen nach innen führt. Die meist langsamen und fließenden Bewegungen sind gekennzeichnet durch Öffnen und Schließen, Sinken und Steigen, Körperbalance und Koordination.

Die wesentliche Wirkung liegt in der Steigerung der Vitalität und im Energie-Ausgleich.

Taiji ist eine sanfte Bewegungskunst. Freude zu wecken, Offenheit und Klarheit zu entwickeln und in Fluss zu kommen, ist im Taiji der „5 Elemente" und der  „Kreise“ wichtiger als das mühsame Einüben von komplizierten Formen. Es ist ein Spiel der Balance, eine Perle unter allen Taiji Formen: einfach, tiefgründig und reich an inneren Bildern. Die schönen Bewegungssequenzen, auch „Formen“ genannt, können im Alltag weiter gepflegt  werden. 

Passend zum Thema „ver_trauen“ sind Taiji und Qigong hervorragende Übungen, um Balance, Zentrierung und Resilienz zu entwickeln und zu verfeinern.

Ein Angebot für alle, die Qigong und Taiji neu oder wieder anders erleben und vertiefen möchten.

Vorkenntnisse und besondere Fitness sind nicht erforderlich.

Mitbringen: Turn-/Gymnastikschuhe für Übungen drinnen und draußen im Park.

Hans-Peter Sibler
Hans-Peter Sibler

Taiji- und Qigong-Pionier aus der Schweiz. Betreibt diese Künste seit 1975. Lernte in Europa, Amerika, Asien. Lehrer und Ausbildner SGQT. Gründer und Leiter der Schule für Taiji und Qigong Zürich, dem ersten auf diesem Gebiet spezialisierten Institut in der Schweiz; Lehr- und Vortragstätigkeit in Institutionen und Firmen, sowie an internationalen Konferenzen.

www.taiji-qigong.ch


In guten und in schlechten Zeiten - die (therapeutische) Beziehung gestalten

Psychotherapie als Beruf bedarf einer Expertise, die erlernbar sein muss. Neben dem Erwerb von Methoden und Techniken sowie der Selbsterfahrung in der Lehrtherapie bedarf es auch anderer Skills und Fähigkeiten für die Gestaltung wirkungsvoller therapeutischer Prozesse, die ein fortlaufendes Lernen möglich machen.

Der Fähigkeit, Beziehungen zu gestalten, insbesondere im Umgang mit „schwierigen“, häufig unsicher gebundenen KlientInnen, kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Die therapeutische Beziehung gilt als der zentrale Wirkfaktor in der psychotherapeutischen Behandlung. Wenn diese Beziehung gut ist, kann sie Veränderungsprozesse anstoßen; wenn sie nicht gut ist, kann sie zu Sackgassen und Therapieabbrüchen führen. Was macht nun eine gute therapeutische Beziehung bzw. was macht eine/n gute/n Therapeuten/in aus? Lassen sich klare Grundparameter spezifizieren?

Der Workshops enthält allgemeine Grundlagen zu den nachfolgenden Schwerpunktthemen aus Literatur und Forschung. Im Rahmen von Fallvignetten, Übungen und supervisorischen Anteilen werden diese Themen vertieft und zur Anwendung gebracht:

1. Die Qualität der therapeutischen Beziehung – Was können wir von „Supershrinks“ lernen?

2. Verbundenheit schaffen – Bindung als Landkarte im therapeutischen Prozess

3 .Enactment und Übertragung – das implizite Beziehungsgeschehen

4. Therapeutische Kommunikation – Die Kunst, das Richtige im rechten Moment zu sagen

5. Brüche und Sackgassen als Chance zur Veränderung

6. Veränderung in der Psychotherapie – Erkennen und Markieren

Karin Pinter
Karin Pinter

Mag.a, Studium der Politikwissenschaft, Psychoanalytikerin, Supervisorin und Paartherapeutin in freier Praxis in Wien. Zahlreiche Vorträge, Seminare und Publikationen. Langjährige Redakteurin und zuletzt Chefredakteurin der Fachzeitschrift „Psychotherapie Forum“.

www.psychotherapie-psychoanalyse.at

Tango Argentino - Musik verkörpern, gemeinsam

Tango Argentino ist ein improvisierter Tanz zweier Menschen, die sich in einer Umarmung begegnen.

Entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts in den Armenvierteln von Buenos Aires, beweist dieser Tanz die schöpferische Kraft des Mangels und berührt bis heute Menschen auf der ganzen Welt.

Wir wollen uns in dieser Woche mit dem Tango als sozialem Tanz beschäftigen, fernab von den Klischees der Tangoshows. Führen und Folgen ist die Basis der gemeinsamen Improvisation: Eine Person macht beim Tanzen Bewegungsvorschläge - die andere Person folgt diesen Vorschlägen und spiegelt die Bewegung. Aus dem Dialog zweier Körper, die einer Musik lauschen, entsteht der Tanz improvisiert im Augenblick. Doch dieser Dialog verläuft nicht immer glatt… wir versprechen uns, wir nuscheln, wir hören einander nicht zu oder missverstehen uns. Damit es sich gut anfühlt, üben wir Aufrichtung, Klarheit und Hingabe an die jeweilige Rolle.

Beide Rollen - Führen und Folgen - fördern eine aktive Körper- und Geisteshaltung. Im Laufe der Woche werden wir in beide Rollen schlüpfen und uns darin erleben. Wir begegnen einander und uns selbst. Tango ist ein reich bestelltes Feld für Selbsterfahrung im Kontakt.

Mitzubringen sind bequeme Schuhe, in denen ihr euch auch drehen und mit denen ihr rückwärts gehen könnt, zur Not gehen auch Socken.

Wir arbeiten seit 25 Jahren zusammen. Mit unserem Kollegen Oliver Quick betreiben wir eines der größten Tangostudios Hamburgs. Unsere Tango-Ausbildung erhielten wir von verschiedenen Lehrern in Argentinien und Deutschland. Das Gefühl für unseren eigenen innigen Tango-Stil jedoch nahmen wir aus den Milongas von Buenos Aires mit.

Tamara Juhan
Tamara Juhan

ist seit 2018 Instruktorin der CANTIENICA® Methode, seit 2025 in Ausbildung im Bodynamic-System von Lisbeth Marcher. 

www.elabrazo.de

Dörte Ricklefsen
Dörte Ricklefsen

ist seit 2021 InTouch Massagetherapeutin, seit 2025 in Ausbildung im Bodynamic-System von Lisbeth Marcher.

http://www.elabrazo-tangohamburg.de

Seminarsponsoren


Johannisbrunnen

 

 

Veranstalter/Mitveranstalter/Kooperationspartner


Med-Uni Graz PSYGRAZ STLP Uni for Life Elisabethinen